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	<title>Minipedia - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Bronneim</title>
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		<updated>2026-10-03T20:40:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Bürgermeisterin */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg Ludwig von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Mönchstor.png|thumb|Mönchstor, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore,  Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] erbaut als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als Wehrturm nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bahnhof (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Schlegenter Straße (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=542</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=542"/>
		<updated>2026-10-03T20:39:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg Ludwig von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Mönchstor.png|thumb|Mönchstor, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore,  Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] erbaut als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als Wehrturm nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bahnhof (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Schlegenter Straße (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=541</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=541"/>
		<updated>2026-10-03T20:35:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Mönchstor.png|thumb|Mönchstor, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore,  Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] erbaut als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als Wehrturm nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bahnhof (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Schlegenter Straße (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=540</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=540"/>
		<updated>2026-10-03T20:35:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Mönchstor.png|thumb|Mönchstor, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore,  Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] erbaut als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als Wehrturm nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bahnhof (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Schlegenter Straße (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Minipedia:Hauptseite/Jahrestage/Bronneim&amp;diff=539</id>
		<title>Minipedia:Hauptseite/Jahrestage/Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Minipedia:Hauptseite/Jahrestage/Bronneim&amp;diff=539"/>
		<updated>2026-09-09T11:32:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Wikipedia:Hauptseite/Jahrestage/Bearbeitungshinweise}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;onlyinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;float:right; padding-left:0.5em;&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp |{{Bildgröße|WGA|640|887}}| ]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- ########## TEXT ########### --&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[w:1132|1132]] – In einer Erbschaftsurkunde der Grafen zu Schlegenter wird die Siedlung &#039;&#039;Bronhēm&#039;&#039;, heute [[Bronneim|Bronneim]], erstmals urkundlich erwähnt.&lt;br /&gt;
*[[w:1421|1421]] – Der Maler, Bildhauer und Schlawiner Karl Älter der Bessere stellt seinen berühmten Holzschnitt &#039;&#039;„Bronhēms 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; fertig. &lt;br /&gt;
*[[w:1803|1803]] – Erstmals seit Beginn der Geschichtschreibung geschah weltweit einen ganzen Tag lang absolut gar nichts.&lt;br /&gt;
*[[w:1870|1870]] – Das von [[Georg von Manndoll]] entworfene Empfangsgebäudes des [[Bronneim#Bahnhof | Bronneimer Bahnhofs]] wird feierlich eröffnet.&lt;br /&gt;
*[[w:1936|1936]] – [[w:Drei Chinesen mit dem Kontrabass|Drei Chinesen mit dem Kontrabass]] saßen auf der Straße und erzählten sich was.&lt;br /&gt;
*[[w:1971|1971]] – Metzgermeister Walter Droscher aus Bronneim präsentiert erstmals seine selbstgeschaffenen &#039;&#039;[[Bronneim#Kulinarische Spezialitäten | Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker]]&#039;&#039; der Öffentlichkeit. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/onlyinclude&amp;gt;&amp;lt;!-- ########## TEXT-ENDE ########### --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minipedia:Hauptseite/Jahrestage|#0819]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Minipedia:Hauptseite/Jahrestage/Bronneim&amp;diff=538</id>
		<title>Minipedia:Hauptseite/Jahrestage/Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Minipedia:Hauptseite/Jahrestage/Bronneim&amp;diff=538"/>
		<updated>2026-09-09T11:24:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Wikipedia:Hauptseite/Jahrestage/Bearbeitungshinweise}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;onlyinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;float:right; padding-left:0.5em;&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp |{{Bildgröße|WGA|640|887}}| ]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- ########## TEXT ########### --&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[w:1132|1132]] – In einer Erbschaftsurkunde der Grafen zu Schlegenter wird die Siedlung &#039;&#039;Bronhēm&#039;&#039;, heute [[Bronneim|Bronneim]], erstmals urkundlich erwähnt.&lt;br /&gt;
*[[w:1421|1421]] – Der Maler, Bildhauer und Schlawiner Karl Älter der Bessere stellt seinen berühmten Holzschnitt &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; fertig. &lt;br /&gt;
*[[w:1803|1803]] – Erstmals seit Beginn der Geschichtschreibung geschah weltweit einen ganzen Tag lang absolut gar nichts.&lt;br /&gt;
*[[w:1870|1870]] – Das von [[Georg von Manndoll]] entworfene Empfangsgebäudes des [[Bronneim#Bahnhof | Bronneimer Bahnhofs]] wird feierlich eröffnet.&lt;br /&gt;
*[[w:1936|1936]] – [[w:Drei Chinesen mit dem Kontrabass|Drei Chinesen mit dem Kontrabass]] saßen auf der Straße und erzählten sich was.&lt;br /&gt;
*[[w:1971|1971]] – Metzgermeister Walter Droscher aus Bronneim präsentiert erstmals seine selbstgeschaffenen &#039;&#039;[[Bronneim#Kulinarische Spezialitäten | Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker]]&#039;&#039; der Öffentlichkeit. &lt;br /&gt;
&amp;lt;/onlyinclude&amp;gt;&amp;lt;!-- ########## TEXT-ENDE ########### --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minipedia:Hauptseite/Jahrestage|#0819]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
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		<title>Minipedia:Hauptseite/Verstorbene/Bronneim</title>
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		<updated>2026-09-06T14:36:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Minipedia:Hauptseite/Verstorbene/Bearbeitungshinweise}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;onlyinclude&amp;gt; &lt;br /&gt;
* [[w:Debil_(Album)|Paul E. Heißter]] (65), Bademeister im Schwimmbad an der Ecke (†&amp;amp;nbsp;{{LOCALDAY}}. {{LOCALMONTHNAME}}) &lt;br /&gt;
* [[w:RTL%20Samstag%20Nacht#Karl_Ranseier|Karl Ranseier]] (76), deutscher Pauschal-Verlierer (†&amp;amp;nbsp;{{LOCALDAY}}. {{LOCALMONTHNAME}}) &lt;br /&gt;
* [[w:Eintagsfliegen|Bsss Zssssss]] (0,0027), Eintagsfliege und Kinderbuch-Autorin (†&amp;amp;nbsp;{{LOCALDAY}}. {{LOCALMONTHNAME}})&lt;br /&gt;
&amp;lt;/onlyinclude&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minipedia:Hauptseite|Verstorbene]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Minipedia:Hauptseite/Verstorbene/Bearbeitungshinweise}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;onlyinclude&amp;gt; &lt;br /&gt;
* [[w:Debil_(Album)|Paul E. Heißter]] (65), Bademeister im Schwimmbad an der Ecke (†&amp;amp;nbsp;{{LOCALDAY}}. {{LOCALMONTHNAME}}) &lt;br /&gt;
* [[James Klawitter]] (98), US-amerikanischer Posaunist und Bandleader (†&amp;amp;nbsp;{{LOCALDAY}}. {{LOCALMONTHNAME}}) &lt;br /&gt;
* [[w:RTL%20Samstag%20Nacht#Karl_Ranseier|Karl Ranseier]] (76), deutscher Pauschal-Verlierer (†&amp;amp;nbsp;{{LOCALDAY}}. {{LOCALMONTHNAME}}) &lt;br /&gt;
* [[w:Eintagsfliegen|Bsss Zssssss]] (0,0027), Eintagsfliege (†&amp;amp;nbsp;{{LOCALDAY}}. {{LOCALMONTHNAME}})&lt;br /&gt;
&amp;lt;/onlyinclude&amp;gt; &lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Minipedia:Hauptseite/Verstorbene/Bearbeitungshinweise}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;onlyinclude&amp;gt; &lt;br /&gt;
* [[w:Debil_(Album)|Paul E. Heißter]] (65), Bademeister im Schwimmbad an der Ecke (†&amp;amp;nbsp;{{LOCALDAY}}. {{LOCALMONTHNAME}}) &lt;br /&gt;
* [[James Klawitter]] (98), US-amerikanischer Posaunist und Bandleader (†&amp;amp;nbsp;{{LOCALDAY}}. {{LOCALMONTHNAME}}) &lt;br /&gt;
* [[w:RTL%20Samstag%20Nacht#Karl_Ranseier|Karl Ranseier]] (76), deutscher Pauschal-Verlierer (†&amp;amp;nbsp;{{LOCALDAY}}. {{LOCALMONTHNAME}}) &lt;br /&gt;
* [[w:Eintagsfliegen|Bsss Bssssss]] (0,0027), Eintagsfliege (†&amp;amp;nbsp;{{LOCALDAY}}. {{LOCALMONTHNAME}})&lt;br /&gt;
&amp;lt;/onlyinclude&amp;gt; &lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Minipedia:Hauptseite/Verstorbene/Bearbeitungshinweise}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;onlyinclude&amp;gt; &lt;br /&gt;
* [[w:Debil_(Album)|Paul E. Heißter]] (65), Bademeister im Schwimmbad an der Ecke (†&amp;amp;nbsp;{{LOCALDAY}}. {{LOCALMONTHNAME}}) &lt;br /&gt;
* [[James Klawitter]] (98), US-amerikanischer Posaunist und Bandleader (†&amp;amp;nbsp;{{LOCALDAY}}. {{LOCALMONTHNAME}}) &lt;br /&gt;
* [[w:RTL%20Samstag%20Nacht#Karl_Ranseier|Karl Ranseier]] (76), deutscher Pauschal-Verlierer (†&amp;amp;nbsp;{{LOCALDAY}}. {{LOCALMONTHNAME}}) &lt;br /&gt;
* [[w:Eintagsfliege|Bsss Bssssss]] (0,0027), Eintagsfliege (†&amp;amp;nbsp;{{LOCALDAY}}. {{LOCALMONTHNAME}})&lt;br /&gt;
&amp;lt;/onlyinclude&amp;gt; &lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Minipedia:Hauptseite/Verstorbene/Bearbeitungshinweise}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;onlyinclude&amp;gt; &lt;br /&gt;
* [[w:Debil_(Album)|Paul E. Heißter]] (65), Bademeister im Schwimmbad an der Ecke (†&amp;amp;nbsp;{{LOCALDAY}}. {{LOCALMONTHNAME}}) &lt;br /&gt;
* [[James Klawitter]] (98), US-amerikanischer Posaunist und Bandleader (†&amp;amp;nbsp;{{LOCALDAY}}. {{LOCALMONTHNAME}}) &lt;br /&gt;
* [[w:RTL%20Samstag%20Nacht#Karl_Ranseier|Karl Ranseier]] (76), deutscher Pauschal-Verlierer (†&amp;amp;nbsp;{{LOCALDAY}}. {{LOCALMONTHNAME}}) &lt;br /&gt;
* [[Bsss Bssssss]] (0,0027), Eintagsfliege (†&amp;amp;nbsp;{{LOCALDAY}}. {{LOCALMONTHNAME}})&lt;br /&gt;
&amp;lt;/onlyinclude&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minipedia:Hauptseite|Verstorbene]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
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		<title>Bronneim</title>
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		<updated>2026-09-01T09:51:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Mönchstor */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Mönchstor.png|thumb|Mönchstor, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore,  Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] erbaut als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als Wehrturm nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bahnhof (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Schlegenter Straße (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=531</id>
		<title>Bronneim</title>
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		<updated>2026-08-31T20:00:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Nachkriegszeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Mönchstor.png|thumb|Mönchstor, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bahnhof (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Schlegenter Straße (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=530</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=530"/>
		<updated>2026-08-31T19:59:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Bahnhof */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Mönchstor.png|thumb|Mönchstor, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bahnhof (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Schlegenter Straße (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
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		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=529</id>
		<title>Bronneim</title>
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		<updated>2026-08-31T19:59:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Eisenbahn */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Mönchstor.png|thumb|Mönchstor, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bahnhof (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Schlegenter Straße (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=528</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=528"/>
		<updated>2026-08-31T19:58:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Straße */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Mönchstor.png|thumb|Mönchstor, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Schlegenter Straße (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=527</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=527"/>
		<updated>2026-08-30T21:41:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Mönchstor */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Mönchstor.png|thumb|Mönchstor, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Datei:M%C3%B6nchstor.png&amp;diff=526</id>
		<title>Datei:Mönchstor.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Datei:M%C3%B6nchstor.png&amp;diff=526"/>
		<updated>2026-08-30T21:40:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: Das Mönchstor in Bronneim&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das Mönchstor in Bronneim&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=525</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=525"/>
		<updated>2026-08-30T15:15:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Eisenbahn */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=524</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=524"/>
		<updated>2026-08-30T14:46:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Wirtschaft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
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		<title>Bronneim</title>
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		<updated>2026-08-30T14:46:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Nachkriegszeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=522</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=522"/>
		<updated>2026-08-30T14:45:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=521</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=521"/>
		<updated>2026-08-30T14:44:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=520</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=520"/>
		<updated>2026-08-30T14:36:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=519</id>
		<title>Bronneim</title>
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		<updated>2026-08-30T14:22:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
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		<title>Bronneim</title>
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		<updated>2026-08-30T14:21:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Geographie */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
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		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=517</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=517"/>
		<updated>2026-08-30T14:15:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Bahnhof */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=516</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=516"/>
		<updated>2026-08-30T14:13:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Mönchstor */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=515</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=515"/>
		<updated>2026-08-30T14:13:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Mönchstor */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in die Fassade eine Nische mit der Figur eines Mönchs eingefügt wurde erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=514</id>
		<title>Bronneim</title>
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		<updated>2026-08-29T16:39:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Persönlichkeiten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Als man die Fassade des Turms durch eine Nische mit der Figur eines Mönchs ergänzte erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Karl Älter der Bessere, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* Marie N. Käfer, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
* Hans A. Plast, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* Caro König, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* Haarald Lööckler, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* Thea Traliscz, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* Ingvar Klåpstul, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* Groß-Mufti Tomski, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* Georg Heinrich Carl von Manndoll, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=513</id>
		<title>Bronneim</title>
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		<updated>2026-08-29T15:57:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Mönchstor */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Als man die Fassade des Turms durch eine Nische mit der Figur eines Mönchs ergänzte erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Karl Älter der Bessere&#039;&#039;&#039;, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Marie N. Käfer&#039;&#039;&#039;, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
*  &#039;&#039;&#039;Hans A. Plast&#039;&#039;&#039;, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Caro König&#039;&#039;&#039;, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarald Lööckler&#039;&#039;&#039;, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Thea Traliscz&#039;&#039;&#039;, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ingvar Klåpstul&#039;&#039;&#039;, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Groß-Mufti Tomski&#039;&#039;&#039;, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Georg Heinrich Carl von Manndoll&#039;&#039;&#039;, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Andreas Bauerfeind&#039;&#039;&#039;, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=512</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=512"/>
		<updated>2026-08-29T15:47:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Mönchstor */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Name bezieht sich auf [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Mönche, deren Kloster ursprünglich vor, nach dieser Erweiterung aber innerhalb der Stadtmauern lag, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Als man die Fassade des Turms durch eine Nische mit der Figur eines Mönchs ergänzte erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Karl Älter der Bessere&#039;&#039;&#039;, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Marie N. Käfer&#039;&#039;&#039;, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
*  &#039;&#039;&#039;Hans A. Plast&#039;&#039;&#039;, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Caro König&#039;&#039;&#039;, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarald Lööckler&#039;&#039;&#039;, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Thea Traliscz&#039;&#039;&#039;, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ingvar Klåpstul&#039;&#039;&#039;, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Groß-Mufti Tomski&#039;&#039;&#039;, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Georg Heinrich Carl von Manndoll&#039;&#039;&#039;, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Andreas Bauerfeind&#039;&#039;&#039;, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=511</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=511"/>
		<updated>2026-08-29T11:35:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Eisenbahn */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. Ein ursprünglich vor der Stadt gelegenes [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Kloster befand sich nach dieser Erweiterung innerhalb der Stadtmauern, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Als man die Fassade des Turms durch eine Nische mit der Figur eines Mönchs ergänzte erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er-Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Karl Älter der Bessere&#039;&#039;&#039;, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Marie N. Käfer&#039;&#039;&#039;, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
*  &#039;&#039;&#039;Hans A. Plast&#039;&#039;&#039;, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Caro König&#039;&#039;&#039;, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarald Lööckler&#039;&#039;&#039;, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Thea Traliscz&#039;&#039;&#039;, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ingvar Klåpstul&#039;&#039;&#039;, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Groß-Mufti Tomski&#039;&#039;&#039;, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Georg Heinrich Carl von Manndoll&#039;&#039;&#039;, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Andreas Bauerfeind&#039;&#039;&#039;, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=510</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=510"/>
		<updated>2026-08-29T11:35:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Eisenbahn */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. Ein ursprünglich vor der Stadt gelegenes [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Kloster befand sich nach dieser Erweiterung innerhalb der Stadtmauern, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Als man die Fassade des Turms durch eine Nische mit der Figur eines Mönchs ergänzte erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|1930er Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|1980er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Karl Älter der Bessere&#039;&#039;&#039;, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Marie N. Käfer&#039;&#039;&#039;, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
*  &#039;&#039;&#039;Hans A. Plast&#039;&#039;&#039;, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Caro König&#039;&#039;&#039;, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarald Lööckler&#039;&#039;&#039;, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Thea Traliscz&#039;&#039;&#039;, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ingvar Klåpstul&#039;&#039;&#039;, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Groß-Mufti Tomski&#039;&#039;&#039;, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Georg Heinrich Carl von Manndoll&#039;&#039;&#039;, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Andreas Bauerfeind&#039;&#039;&#039;, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=509</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=509"/>
		<updated>2026-08-29T11:32:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Mönchstor */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. Ein ursprünglich vor der Stadt gelegenes [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Kloster befand sich nach dieser Erweiterung innerhalb der Stadtmauern, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Als man die Fassade des Turms durch eine Nische mit der Figur eines Mönchs ergänzte erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[w:2007|2007]] nutzt das [[Bronneim#Museen|Heimatmuseum]] den Turm und ein angrenzendes Gebäude für eine Dauerausstellung über die [[Bronneim#Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen|Wiedererrichtung der Altstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|dreißiger Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|80er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Karl Älter der Bessere&#039;&#039;&#039;, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Marie N. Käfer&#039;&#039;&#039;, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
*  &#039;&#039;&#039;Hans A. Plast&#039;&#039;&#039;, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Caro König&#039;&#039;&#039;, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarald Lööckler&#039;&#039;&#039;, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Thea Traliscz&#039;&#039;&#039;, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ingvar Klåpstul&#039;&#039;&#039;, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Groß-Mufti Tomski&#039;&#039;&#039;, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Georg Heinrich Carl von Manndoll&#039;&#039;&#039;, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Andreas Bauerfeind&#039;&#039;&#039;, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
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		<title>Bronneim</title>
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		<updated>2026-08-29T10:08:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Söhne und Töchter der Stadt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. Ein ursprünglich vor der Stadt gelegenes [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Kloster befand sich nach dieser Erweiterung innerhalb der Stadtmauern, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Als man die Fassade des Turms durch eine Nische mit der Figur eines Mönchs ergänzte erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|dreißiger Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|80er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Karl Älter der Bessere&#039;&#039;&#039;, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Marie N. Käfer&#039;&#039;&#039;, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
*  &#039;&#039;&#039;Hans A. Plast&#039;&#039;&#039;, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Caro König&#039;&#039;&#039;, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarald Lööckler&#039;&#039;&#039;, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Thea Traliscz&#039;&#039;&#039;, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ingvar Klåpstul&#039;&#039;&#039;, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Groß-Mufti Tomski&#039;&#039;&#039;, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Georg Heinrich Carl von Manndoll&#039;&#039;&#039;, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Andreas Bauerfeind&#039;&#039;&#039;, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=507</id>
		<title>Bronneim</title>
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		<updated>2026-08-29T10:07:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Söhne und Töchter der Stadt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. Ein ursprünglich vor der Stadt gelegenes [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Kloster befand sich nach dieser Erweiterung innerhalb der Stadtmauern, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Als man die Fassade des Turms durch eine Nische mit der Figur eines Mönchs ergänzte erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|dreißiger Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|80er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Karl Älter der Bessere&#039;&#039;&#039;, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Marie N. Käfer&#039;&#039;&#039;, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
*  &#039;&#039;&#039;Hans A. Plast&#039;&#039;&#039;, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Caro König&#039;&#039;&#039;, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarald Lööckler&#039;&#039;&#039;, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Thea Traliscz&#039;&#039;&#039;, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Film- und Fernsehschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ingvar Klåpstul&#039;&#039;&#039;, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Groß-Mufti Tomski&#039;&#039;&#039;, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Georg Heinrich Carl von Manndoll&#039;&#039;&#039;, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Andreas Bauerfeind&#039;&#039;&#039;, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=506</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=506"/>
		<updated>2026-08-29T08:38:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Mönchstor */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. Ein ursprünglich vor der Stadt gelegenes [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Kloster befand sich nach dieser Erweiterung innerhalb der Stadtmauern, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Als man die Fassade des Turms durch eine Nische mit der Figur eines Mönchs ergänzte erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|dreißiger Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|80er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Karl Älter der Bessere&#039;&#039;&#039;, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Marie N. Käfer&#039;&#039;&#039;, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
*  &#039;&#039;&#039;Hans A. Plast&#039;&#039;&#039;, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Caro König&#039;&#039;&#039;, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarald Lööckler&#039;&#039;&#039;, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Thea Traliscz&#039;&#039;&#039;, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Theater- und Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ingvar Klåpstul&#039;&#039;&#039;, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Groß-Mufti Tomski&#039;&#039;&#039;, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Georg Heinrich Carl von Manndoll&#039;&#039;&#039;, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Andreas Bauerfeind&#039;&#039;&#039;, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
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&lt;hr /&gt;
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    |TITEL=Artikel des Jahres &lt;br /&gt;
    |INHALT= &lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim Schlegenter Straße mit Bahnhof.jpg|left|text-top|250px|Schlegenter Straße in Bronneim]] Die &#039;&#039;&#039;[[Bronneim|Stadt Bronneim]]&#039;&#039;&#039; ist eine kreisfreie Stadt im Süd-Osten des Bundeslandes Niedersachsen, Deutschland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Bronneim#Altstadt|Bronneimer Altstadt]] verfügt Bronneim über den weltweit einzigen Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde, weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das nach Beendigung des dreißigjährigen Krieges nach Schweden verbrachte und dort verbliebene Original.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des sogenannten [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] ist die Stadt überregional bisher weitgehend unbekannt. Man findet sie weder auf Landkarten noch in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. &amp;lt;small&amp;gt;[[Bronneim|Zum Artikel …]]&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ul class=&amp;quot;breadcrumb-nav-container breadcrumb-nav-midsep hauptseite-mehr plainlinks&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|ICON= &lt;br /&gt;
|TEXT=[[w:Wikipedia:Hauptseite/Artikel des Tages/Chronologie {{LOCALYEAR}}|Archiv]]}} &lt;br /&gt;
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|ICON= &lt;br /&gt;
|TEXT=&amp;lt;span style=&amp;quot;white-space:nowrap;&amp;quot;&amp;gt;Weitere [[w:Wikipedia:Exzellente Artikel|exzellente]]&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;span style=&amp;quot;white-space:nowrap;&amp;quot;&amp;gt;und [[w:Wikipedia:Lesenswerte Artikel|lesenswerte]] Artikel&amp;lt;/span&amp;gt; &amp;lt;span style=&amp;quot;white-space:nowrap;&amp;quot;&amp;gt;sowie [[w:Wikipedia:Informative Listen und Portale|informative]] Listen&amp;lt;/span&amp;gt; &lt;br /&gt;
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  &lt;br /&gt;
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Management der Vorschläge und endgültigen Darstellung der AdT. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Parameter == &lt;br /&gt;
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; VORSCHLAG &lt;br /&gt;
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; DATUM &lt;br /&gt;
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: Sprachcode für die Titel-Leiste &lt;br /&gt;
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&lt;hr /&gt;
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{{Minipedia:Hauptseite/!box &lt;br /&gt;
    |TITEL=Artikel des Jahres &lt;br /&gt;
    |INHALT= &lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim Schlegenter Straße mit Bahnhof.jpg|left|text-top|250px|Schlegenter Straße in Bronneim]] Die &#039;&#039;&#039;[[Bronneim|Stadt Bronneim]]&#039;&#039;&#039; ist eine kreisfreie Stadt im Süd-Osten des Bundeslandes Niedersachsen, Deutschland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der [[Bronneim#Altstadt|Bronneimer Altstadt]] verfügt Bronneim über den weltweit einzigen Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde, weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das nach Endes des dreißigjährigen Krieges nach Schweden verbrachte und dort verbliebene Original.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des sogenannten [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] ist die Stadt überregional bisher weitgehend unbekannt. Man findet sie weder auf Landkarten noch in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. &amp;lt;small&amp;gt;[[Bronneim|Zum Artikel …]]&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&amp;lt;ul class=&amp;quot;breadcrumb-nav-container breadcrumb-nav-midsep hauptseite-mehr plainlinks&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Datei:Bronneim Schlegenter Straße mit Bahnhof.jpg|left|text-top|250px|Schlegenter Straße in Bronneim]] Die &#039;&#039;&#039;[[Bronneim|Stadt Bronneim]]&#039;&#039;&#039; ist eine kreisfreie Stadt im Süd-Osten des Bundeslandes Niedersachsen, Deutschland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Bronneimer Altstadt verfügt Bronneim über den weltweit einzigen Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde, weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das nach Endes des dreißigjährigen Krieges nach Schweden verbrachte und dort verbliebene Original.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des sogenannten Bronneim-Phänomens ist die Stadt überregional bisher weitgehend unbekannt. Man findet sie weder auf Landkarten noch in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. &amp;lt;small&amp;gt;[[Bronneim|Zum Artikel …]]&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
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[[Datei:Bronneim Schlegenter Straße mit Bahnhof.jpg|left|text-top|250px|Schlegenter Straße in Bronneim]] Die &#039;&#039;&#039;[[Bronneim|Stadt Bronneim]]&#039;&#039;&#039; ist eine kreisfreie Stadt im Süd-Osten des Bundeslandes Niedersachsen, Deutschland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Bronneimer Altstadt verfügt Bronneim über den weltweit einzigen Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde, weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das nach Schweden verbrachte und dort verbliebene Original.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des sogenannten Bronneim-Phänomens ist die Stadt überregional bisher weitgehend unbekannt. Man findet sie weder auf Landkarten noch in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. &amp;lt;small&amp;gt;[[Bronneim|Zum Artikel …]]&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
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[[Datei:Bronneim Schlegenter Straße mit Bahnhof.jpg|left|text-top|250px|Schlegenter Straße in Bronneim]] Die &#039;&#039;&#039;[[Bronneim|Stadt Bronneim]]&#039;&#039;&#039; ist eine kreisfreie Stadt im Süd-Osten des Bundeslandes Niedersachsen, Deutschland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Bronneimer Altstadt verfügt Bronneim über den weltweit einzigen Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde, weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das nach Schweden verbrachte und dort verbliebene Original.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des sogenannten Bronneim-Phänomens ist die Stadt überregional bisher weitgehend unbekannt. Man findet sie weder auf Landkarten noch in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen.  &lt;br /&gt;
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		<author><name>Andreas</name></author>
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		<updated>2026-08-28T16:28:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Mönchstor */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. Das ursprünglich vor der Stadt gelegene [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Kloster befand sich nach dieser Erweiterung innerhalb der Stadtmauern, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald wurde es von der  Bevölkerung &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; genannt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Als man die Fassade des Turms durch eine Nische mit der Figur eines Mönchs ergänzte erhielt er auch offiziell den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|dreißiger Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|80er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Karl Älter der Bessere&#039;&#039;&#039;, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Marie N. Käfer&#039;&#039;&#039;, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
*  &#039;&#039;&#039;Hans A. Plast&#039;&#039;&#039;, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Caro König&#039;&#039;&#039;, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarald Lööckler&#039;&#039;&#039;, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Thea Traliscz&#039;&#039;&#039;, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Theater- und Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ingvar Klåpstul&#039;&#039;&#039;, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Groß-Mufti Tomski&#039;&#039;&#039;, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Georg Heinrich Carl von Manndoll&#039;&#039;&#039;, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Andreas Bauerfeind&#039;&#039;&#039;, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=499</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=499"/>
		<updated>2026-08-28T16:25:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Mönchstor */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Stadttore, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. Das ursprünglich vor der Stadt gelegene [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Kloster befand sich nach dieser Erweiterung innerhalb der Stadtmauern, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald hatte es bei der Bevölkerung den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Als man die Fassade des Turms durch eine Nische mit der Figur eines Mönchs ergänzte wurde er auch offiziell &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; benannt. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|dreißiger Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|80er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Karl Älter der Bessere&#039;&#039;&#039;, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Marie N. Käfer&#039;&#039;&#039;, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
*  &#039;&#039;&#039;Hans A. Plast&#039;&#039;&#039;, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Caro König&#039;&#039;&#039;, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarald Lööckler&#039;&#039;&#039;, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Thea Traliscz&#039;&#039;&#039;, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Theater- und Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ingvar Klåpstul&#039;&#039;&#039;, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Groß-Mufti Tomski&#039;&#039;&#039;, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Georg Heinrich Carl von Manndoll&#039;&#039;&#039;, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Andreas Bauerfeind&#039;&#039;&#039;, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=498</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=498"/>
		<updated>2026-08-28T15:46:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Mönchstor */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Tore in der Bronneimer Stadtmauer, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. Das ursprünglich vor der Stadt gelegene [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Kloster befand sich nach dieser Erweiterung innerhalb der Stadtmauern, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten von da an täglich das Tor und bald hatte es bei der Bevölkerung den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Als man die Fassade des Turms durch eine Nische mit der Figur eines Mönchs ergänzte wurde er auch offiziell &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; benannt. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|dreißiger Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|80er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Karl Älter der Bessere&#039;&#039;&#039;, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Marie N. Käfer&#039;&#039;&#039;, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
*  &#039;&#039;&#039;Hans A. Plast&#039;&#039;&#039;, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Caro König&#039;&#039;&#039;, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarald Lööckler&#039;&#039;&#039;, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Thea Traliscz&#039;&#039;&#039;, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Theater- und Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ingvar Klåpstul&#039;&#039;&#039;, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Groß-Mufti Tomski&#039;&#039;&#039;, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Georg Heinrich Carl von Manndoll&#039;&#039;&#039;, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Andreas Bauerfeind&#039;&#039;&#039;, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=497</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=497"/>
		<updated>2026-08-28T15:10:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Mönchstor */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Tore in der Bronneimer Stadtmauer, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. Das ursprünglich vor der Stadt gelegene [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Kloster befand sich nach dieser Erweiterung innerhalb der Stadtmauern, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten täglich das Tor und bald hatte es bei der Bevölkerung den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Als man die Fassade des Turms durch eine Nische mit der Figur eines Mönchs ergänzte wurde er auch offiziell &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039; benannt. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|dreißiger Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|80er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Karl Älter der Bessere&#039;&#039;&#039;, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Marie N. Käfer&#039;&#039;&#039;, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
*  &#039;&#039;&#039;Hans A. Plast&#039;&#039;&#039;, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Caro König&#039;&#039;&#039;, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarald Lööckler&#039;&#039;&#039;, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Thea Traliscz&#039;&#039;&#039;, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Theater- und Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ingvar Klåpstul&#039;&#039;&#039;, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Groß-Mufti Tomski&#039;&#039;&#039;, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Georg Heinrich Carl von Manndoll&#039;&#039;&#039;, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Andreas Bauerfeind&#039;&#039;&#039;, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=496</id>
		<title>Bronneim</title>
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		<updated>2026-08-28T13:24:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Söhne und Töchter der Stadt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Tore in der Bronneimer Stadtmauer, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. Das ursprünglich vor der Stadt gelegene [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Kloster befand sich nach dieser Erweiterung innerhalb der Stadtmauern, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten täglich das Tor und bald hatte es bei der Bevölkerung den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Als man die Fassade des Turms durch eine Nische mit der Figur eines Mönchs ergänzte wurde er auch offiziell als Mönchstor benannt. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|dreißiger Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|80er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Karl Älter der Bessere&#039;&#039;&#039;, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Marie N. Käfer&#039;&#039;&#039;, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
*  &#039;&#039;&#039;Hans A. Plast&#039;&#039;&#039;, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Caro König&#039;&#039;&#039;, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -48}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarald Lööckler&#039;&#039;&#039;, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Thea Traliscz&#039;&#039;&#039;, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Theater- und Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ingvar Klåpstul&#039;&#039;&#039;, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Groß-Mufti Tomski&#039;&#039;&#039;, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Georg Heinrich Carl von Manndoll&#039;&#039;&#039;, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Andreas Bauerfeind&#039;&#039;&#039;, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=495</id>
		<title>Bronneim</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=495"/>
		<updated>2026-08-28T12:55:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Tore in der Bronneimer Stadtmauer, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. Das ursprünglich vor der Stadt gelegene [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Kloster befand sich nach dieser Erweiterung innerhalb der Stadtmauern, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten täglich das Tor und bald hatte es bei der Bevölkerung den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Als man die Fassade des Turms durch eine Nische mit der Figur eines Mönchs ergänzte wurde er auch offiziell als Mönchstor benannt. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|dreißiger Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|80er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Karl Älter der Bessere&#039;&#039;&#039;, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Marie N. Käfer&#039;&#039;&#039;, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
*  &#039;&#039;&#039;Hans A. Plast&#039;&#039;&#039;, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Caro König&#039;&#039;&#039;, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -46}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarald Lööckler&#039;&#039;&#039;, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Thea Traliscz&#039;&#039;&#039;, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Theater- und Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Ingvar Klåpstul&#039;&#039;&#039;, * 1598 in Ekesdorp, Schweden, † 1661 ebenda, schwedischer General&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Groß-Mufti Tomski&#039;&#039;&#039;, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Georg Heinrich Carl von Manndoll&#039;&#039;&#039;, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Andreas Bauerfeind&#039;&#039;&#039;, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
	</entry>
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		<id>http://minipedia.bronneim.info/index.php?title=Bronneim&amp;diff=494</id>
		<title>Bronneim</title>
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		<updated>2026-08-28T12:37:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Andreas: /* Persönlichkeiten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Bronneim/Infobox}}&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Stadt Bronneim&#039;&#039;&#039; ist eine [[w:kreisfreie Stadt|kreisfreie Stadt]] im Süd-Osten des Bundeslandes [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]], [[w:Deutschland|Deutschland]].&lt;br /&gt;
==Geographie==&lt;br /&gt;
===Geographische Lage===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
 | BESCHRIFTUNG=&#039;&#039;&#039;Nachbarstädte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
 | MITTIG=&lt;br /&gt;
 | NORDWEST=Räuspern/i.W.&lt;br /&gt;
 | NORD=&lt;br /&gt;
 | NORDOST=&lt;br /&gt;
 | WEST=&lt;br /&gt;
 | TEXTODERBILD=[[Datei:Compass card (de).svg|100px|class=noviewer|alt=|Kompass]]&lt;br /&gt;
 | OST=Papenberg&lt;br /&gt;
 | SUEDWEST=&lt;br /&gt;
 | SUED=&lt;br /&gt;
 | SUEDOST=Schlegenter&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stadt Bronneim liegt in [[w:Südniedersachsen|Südniedersachsen]] im [[w:Niedersächsisches_Bergland|Niedersächsischen Bergland]] an den äußersten Südwestausläufern des [[w:Harz (Mittelgebirge)|Harzes]] bzw. einige Kilometer östlich des [[w:Solling|Sollings]]. Sie befindet sich 7 Kilometer nordwestlich der Stadt [[Schlegenter]], 9 Kilometer westlich von [[Papenberg]] und 12 Kilometer südöstlich von [[Räuspern/i.W.]]. Durch Bronneim fließen die [[Plörre]] und der [[Plörrekanal]], der einst als U-Boot-Erprobungsstrecke angelegt wurde. Westlich der Stadt verläuft die [[w:Leine (Aller)|Leine]] in Süd-Nord-Richtung, 13 Kilometer nordwestlich von Bronneim mündet die Plörre in die Leine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stadtgliederung==&lt;br /&gt;
Bronneim besteht aus sieben Stadtteilen, dies sind, von Nord nach Süd: Franzensdorf, Zweitesteil, Marktflecken, Mittenmang, Oppemdoerp, Woisdat, Unnendrunner.&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
===Vorgeschichte===&lt;br /&gt;
Zeugnisse frühmittelalterlicher Besiedelung wurden vor einigen Jahren im Bereich des Rathausplatzes bei Grabungsarbeiten gefunden. Es fanden sich Überreste von [[w:Pfahlbau|Pfahlbauten]] aus dem [[w:8._Jahrhundert|8. Jahrhundert]], sowie einiger [[w:Brunnen|Tief-Brunnen]] von denen sich der spätere Name der Siedlung ableitet: Bronhēm (Bron = [[w:Altsächsische_Sprache|altsächs.]] Brunnen, hēm = altsächs. Heim). &lt;br /&gt;
===Entwicklung vom Dorf zur Handelsstadt===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maure mit Ziege gerahmt.webp|thumb|Karl Älter der Bessere: &#039;&#039;„Bronneims 100. Gastmaurer in maurischer Tracht mit Ziege nach dem Empfang durch den Bürgermeister vorgestern nachmittag“&#039;&#039; - Kolorierter Holzschnitt (1421)]]&lt;br /&gt;
Urkundlich erstmals erwähnt wurde Bronneim, damals Bronhēm, [[w:1132|1132]] in einer Erbschaftsurkunde der [[Grafen zu Schlegenter]], auf deren Ländereien sich die Ansiedlung befand. &lt;br /&gt;
Günstig gelegen am Übergang der historischen [[Schmalzstraße]] über die Plörre gewann der Ort schnell an Bedeutung als Zollstelle und Handelsplatz. Reger Warenverkehr und -umschlag sowie überregional bekannte Märkte bescherten der Stadt und ihren Bürgern Wohlstand und Ansehen. Bronhēm erhielt im Jahre [[w:1212|1212]] das [[w:Stadtrecht|Stadtrecht]]. &lt;br /&gt;
Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage wurde die Stadt zunehmend strategisch wichtig. Daher wurden zu ihrer Sicherung im [[w:13._Jahrhundert|13. Jahrhundert]] [[w:Stadtmauer|Stadtmauern]] gebaut, die in den folgenden Jahrhunderten infolge von Stadterweiterungen immer wieder abgetragen und an anderer Stelle neu errichtet werden mussten. Möglicherweise um der Last dieser ständigen Bautätigkeiten zu entgehen, vielleicht auch nur um einen Fachkräftemangel auszugleichen, wurden verstärkt ausländische Gastmaurer angeworben. Man schätzt heute, dass bis zu 150 Handwerker aus allen Teilen Europas nach Bronhēm kamen. [[w:1421|1421]] wurde der 100. Gastmaurer, ein [[w:Mauren|maurischer]] [[w:Freimaurerei|Freimaurer]] aus [[w:Granada|Granada]], vom Rat der Stadt in einem Festakt willkommen geheißen und mit einer Ziege beschenkt.&lt;br /&gt;
===Der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen===&lt;br /&gt;
[[Datei:William Frederick Bill Krieg, Catcher, Minneapolis, from the Old Judge series (N172) for Old Judge Cigarettes MET DP845995.jpg|thumb|William Frederick Bill Krieg, dreißigjährig]]&lt;br /&gt;
Während des [[w:dreißigjähriger Krieg|dreißigjährigen Krieges]] hat sich die Stadt, um zermürbenden Belagerungen bzw. völliger Zerstörung zu entgehen, freiwillig und kampflos zunächst [[w:1626|1626]] den [[w:Dänemark|dänischen]] Truppen unter [[w:Christian IV. (Dänemark und Norwegen)|König Christian IV.]] und [[w:1630|1630]] dem Heer des [[w:Schweden|schwedischen]] [[w:Gustav II. Adolf|Königs Gustav II. Adolf]] ergeben. In den jeweils folgenden Besatzungsjahren wurde die Stadt umbenannt, zunächst dänisch in Brønhæm, später schwedisch in Brönäm. &lt;br /&gt;
[[Datei:Ingvar Klapstul Gemälde.png | thumb | Ingvar Klåpstul, schwedischer General im 30jährigen Krieg.]]&lt;br /&gt;
Die schwedische Besatzungszeit hat den Ort und seine Bewohner so nachhaltig geprägt, dass der Rat nach dem [[w:westfälischer Friede|westfälischen Frieden]] [[w:1648|1648]] beschloss, sich den abziehenden Schweden anzuschließen. Unter Federführung des schwedischen Generals [[w:Ingvar Kamprad|Ingvar Klåpstul]] aus [[Ekesdorp]] in [[w:Alvesta (Gemeinde)|Alvesta]] wurde die Stadt komplett zerlegt und in flachen Kisten verpackt nach Schweden transportiert. Der in der Provinz [[w:Småland|Småland]] geplante Wiederaufbau scheiterte allerdings an einigen fehlenden Nägeln und Wiederaufbauanleitungen. Angeblich liegt Bronhēm (bzw. Brönäm) noch in Originalverpackung eingelagert irgendwo in Schweden. &lt;br /&gt;
Die Bewohner kehrten Schweden enttäuscht den [[w:Rücken|Rücken]] und [[w:1654|1654]] an den Harz zurück. Die verschollenen Wiederaufbauanleitungen fanden sich im Archiv der Gemeinde [[Phuntbuerow]] wieder an und man beschloss den Ort anhand der Anleitungen zu rekonstruieren, wobei Planungsfehler vergangener Jahrhunderte vermieden bzw. korrigiert werden sollten. &lt;br /&gt;
Die gravierendsten Änderungen betrafen die Stadtmauer, die mittlerweile überflüssig geworden war und auf deren Wiederaufbau man daher verzichtete, sowie die Lage des Ortes, der um fünfzehneinhalb Meter nach Süd-Osten verschoben und um 6°35&amp;quot; nach Osten gedreht wurde. Die Gründe dafür sind nicht überliefert (Anm.: allerdings wurde dadurch im Nord-Westen eine Fläche frei, die erstaunlicherweise exakt dem Bedarf für die in den [[w:1980er Jahre|1980er Jahren]] fertig gestellte Umgehungsstraße entspricht). &lt;br /&gt;
Den erhalten gebliebenen Plänen zufolge hatte der ursprüngliche Ort nur 87% der heutigen Größe, man hat, offenbar um damaligen und zukünftigen Platzbedürfnissen Rechnung zu tragen, Infrastruktur und Gebäude vergrößert wieder aufgebaut. &lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Wiederaufbaus [[w:1674|1674]] sollte die Stadt ihren ursprünglichen Namen zurückerhalten, doch mangels des in Schweden verbliebenen Stadtarchivs war dieser in Vergessenheit geraten. Man entschied sich Brönäm einzudeutschen und machte daraus Bronnaim. Im Zuge der Verdrängung der [[w:Niederdeutsche Sprache|Niederdeutschen Sprache]] durch das [[w:Neuhochdeutsch|Neuhochdeutsch]] im 17. und 18. Jahrhundert wurde daraus der heutige Name Bronneim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Neuzeit bis zum Ende des 2. Weltkrieges===&lt;br /&gt;
Mit fortschreitendem Ausbau des Straßennetzes in den deutschen Landen nahm die Bedeutung der Schmalzstraße als überregionale [[w:Handelsstraße|Handelsstraße]] seit dem [[w:17. Jahrhundert|17. Jahrhundert]] kontinuierlich ab. Bronneim verlor dadurch einen großen Teil seiner Einkünfte aus Handel und Warenumschlag. Der Versuch, über die Förderung des Handwerks und der Manufakturen die eigene Wirtschaft zu stärken, gelang nur zum Teil, so dass Bronneim und seine Bürger regelrecht verarmten. &lt;br /&gt;
[[Datei:Georg-I image full.jpg|thumb|Georg I. Ludwig, Kurfürst und Herzog von Braunschweig-Lüneburg]]&lt;br /&gt;
Auch anderen Gemeinden des [[w:Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg|Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg]] ging es wirtschaftlich schlecht, weshalb [[w:Georg I. (Großbritannien)|Georg I. Ludwig]], [[w:Kurfürst|Kurfürst]] und [[w:Herzog|Herzog]] von Braunschweig-Lüneburg, ein damals neuartiges Finanzhilfeprogramm auflegte, das gezielte regionale Unterstützungsmaßnahmen ermöglichte. Dazu wurde das Fürstentum in Förderungsgebiete unterteilt, die geografische Bezeichnungen erhielten. So lag [[w:Goslar|Goslar]] z.B. im Förderungsgebiet Harz I, Bronneim gehörte zu Harz IV. &lt;br /&gt;
Diese Maßnahmen bewahrten Bronneim und seine Bürger zwar vor dem Schlimmsten aber es dauerte bis zum Beginn der [[w:Industrialisierung|Industrialisierung]] und dem [[#Eisenbahn|Anschluss Bronneims an das Eisenbahnnetz]], dass sich Bronneims Wirtschaft durch Ansiedelung neuer Industrien, vor allem der [[w:Textilindustrie|Textilindustrie]] und später auch der [[w:chemische Industrie|chemischen Industrie]] (z.B. [[Bronneimer Uebel und Spey Fabriken (BUSF)]]) entlang der Plörre erholte, im Gegensatz zur Plörre selbst. &lt;br /&gt;
Mit der wirtschaftlichen Erholung einher ging eine Veränderung der Bevölkerungsstruktur: Zum alteingesessenen [[w:Bürgertum|Bürgertum]] kam eine durch Zuwanderung rasant anwachsende industrielle [[w:Arbeiterklasse|Arbeiterschicht]], die Bronneim in der Folge auch politisch prägte. Die linksgerichteten Parteien, allen voran die [[w:KPD|KPD]], gewannen in den ersten Jahrzehnten des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] an Einfluss und bestimmten bald die Kommunalpolitik maßgeblich. &lt;br /&gt;
Befragungen nach [[w:1945|1945]] ergaben sogar, dass spätestens ab [[w:1933|1933]] der größte Teil der erwachsenen Bevölkerung den [[w:Kommunismus|Kommunisten]], oder wenigstens den [[w:Sozialismus|Sozialisten]] angehörte, oder doch zumindest nahestand und entweder mehr oder weniger aktiv im [[w:Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstand]], oder gar nicht da gewesen war. &lt;br /&gt;
Als ab [[w:1943|1943]] erste [[w:Liste von Luftangriffen der Alliierten auf das Deutsche Reich (1939–1945)|alliierte Luftangriffe]] auf deutsche Städte erfolgten, wurde in Bronneim erwogen, zum Schutz der Stadt diese komplett zu zerlegen und in flachen Kartons verpackt in Stollen im Harz einzulagern. Da aber bereits sämtliche Stollen für Rüstungsprojekte vergeben waren, wurde der Plan aufgegeben. &lt;br /&gt;
Bronneim blieb dennoch von Zerstörungen völlig verschont, da aufgrund des [[Bronneim#Das „Bronneim-Phänomen“|Bronneim-Phänomens]] den [[w:Alliierte|Alliierten]] die Existenz der Stadt nicht bekannt war. Als britische Truppen im Frühjahr [[w:1945|1945]] zufällig auf Bronneim stießen ergaben sich die Bewohner spontan kampflos.&lt;br /&gt;
===Nachkriegszeit===&lt;br /&gt;
Kurz nach Kriegsende bot der Rat der Stadt den Besatzern eine Umbenennung des Ortes in Wellhome (engl. für Brunnenheim) an. Das britische Oberkommando interpretierte dies aber als Versuch der [[w:Fraternisierung|Fraternisierung]] und ignorierte das Angebot. &lt;br /&gt;
Nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Bronneimer Bürger allesamt Gegner des [[w:Nationalsozialismus|Nationalsozialismus]] gewesen waren (s.o.), konnte auf [[w:Entnazifizierung|Entnazifizierungsmaßnahmen]] weitgehend verzichtet werden. Lediglich ein ehemaliger [[w:Ortsgruppenleiter|Ortsgruppenleiter]] (allerdings nicht in Bronneim geboren, also eigentlich gar kein richtiger Bronneimer), musste sich vor dem von Briten und Bronneimer Bürgern einberufenen [[w:Spruchkammerverfahren|Spruchgericht]] verantworten. Er wurde streng verwarnt und musste versprechen, es nie wieder zu tun. &lt;br /&gt;
[[Datei:Innerdeutsche Harz.jpg|thumb| Innerdeutsche Grenze Ende der 70er Jahre im Bereich nördlicher Harz. Blick von Eckertal in Niedersachsen nach Stapelburg in der DDR]]&lt;br /&gt;
Seit [[w:1946|1946]] gehört Bronneim zum Bundesland [[w:Niedersachsen|Niedersachsen]].&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[w:Deutsche Teilung|Deutschen Teilung]] lag Bronneim fortan im [[w:Zonenrandgebiet|Zonenrandgebiet]], nur 25 Kilometer von der [[w:Demarkationslinie|Demarkationslinie]] und späteren Grenze zur [[w:Deutsche Demokratische Republik|Deutschen Demokratischen Republik (DDR)]] entfernt. Als Folge gaben viele Bronneimer Betriebe den Standort auf und die Bevölkerungszahl ging zurück. Ab [[w:1965|1965]] versuchte die [[w:Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] mit Hilfe der [[w:Zonenrandförderung|Zonenrandförderung]] die strukturschwachen Regionen wirtschaftlich zu unterstützen. Aber erst in den Jahren nach der [[w:Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]] konnte sich Bronneim von den Folgen der Teilung erholen.&lt;br /&gt;
===Eingemeindungen===&lt;br /&gt;
*[[w:1927|1927:]] Franzensdorf&lt;br /&gt;
*[[w:1964|1964]]: Unnendrunner&lt;br /&gt;
==Politik==&lt;br /&gt;
===Bürgermeisterin===&lt;br /&gt;
[[Datei: Helga Jokisch.png|thumb|Bürgermeisterin Helga Jokisch (BSU)]]&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen am 19. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}} wurde die seit 2014 amtierende Bürgermeisterin Helga Jokisch ([[Bronneimer Sozial Union|BSU]]) mit 53,4 % der Stimmen wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Rat===&lt;br /&gt;
Der 51-köpfige [[w:Stadtrat|Stadtrat]] setzt sich wie folgt zusammen:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+Zusammensetzung des Rates (51 Sitze)&lt;br /&gt;
! rowspan=2 | Partei   !! colspan=2| {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -7}} !! colspan=2|  {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -2}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! % !! Sitze !! % !! Sitze&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bronneimer Sozial-Union ([[BSU|BSU]]) || 42,5 || 22 || 44,2 || 23&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Christlich-Demokratische Union ([[w:CDU|CDU]]) || 22,7 || 12 || 21,2 || 11&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Sozialdemokratische Partei Deutschlands ([[w:SPD|SPD]]) || 24,2 || 12 || 19,5 || 10&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Bündnis 90/Die Grünen ([[w:Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]]) || 4,8 ||2 ||6,9 || 4&lt;br /&gt;
|- align=right |&lt;br /&gt;
| align=left | Freie Demokratische Partei ([[w:Freie Demokratische Partei|FDP]]) || 5,1 || 3 || 5,4 || 3&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Im Rat bilden BSU und Bündnis 90/Die Grünen eine Koalition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Stadtwappen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen Bronneim.svg |thumb| Wappen der Stadt Bronneim]]&lt;br /&gt;
Das Wappen der Stadt Bronneim versinnbildlicht die Stadtgeschichte. Es zeigt zum einen auf grünem (Wiesen-)Grund die Plörre, die die Stadt durchfließt, flankiert von stilisierten Brunnen, der die Stadt ihren ursprünglichen Namen verdankt, zum anderen – vor himmelblauem Hintergrund – das Symbol ihrer Stadtwerdung und Wehrhaftigkeit, die Stadtmauer.&lt;br /&gt;
===Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
Bronneim pflegt Partnerschaften mit folgenden Städten:&lt;br /&gt;
{| class=wikitable&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Syldavia.svg|40px | Syldavische Flagge ]] || [[Niedzdrow]] || in [[w:Tim_und_Struppi#Königreich_Syldavien|Syldavien]], seit [[w:1938|1938]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Flag of Great Britain (1707–1800).svg|40px  | Flagge von Großbritannien]] || [[w:Percy Pickwick#Inhalt|Puddington]] || im [[w:Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]], seit [[w:1959|1959]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Flag of Belgium (civil).svg|40px  | Belgische Flagge]] || [[w:Tim_und_Struppi#Schloss Mühlenhof|Moulinsart]] || in [[w:Belgien|Belgien]], seit [[w:1983|1983]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
==Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
===Theater ===&lt;br /&gt;
Die städtischen Bühnen Bronneim sind bis weit über die Grenzen der Stadt hinaus unbekannt für ihr Sommer-Theater. Noch weniger erfolgreich ist das Not-Programm Winter-Pause zu dem von November bis Januar die Besucher in Scharen wegbleiben.&lt;br /&gt;
===Museen ===&lt;br /&gt;
Bronneim besitzt das kleinste Heimatmuseum [[w:Europa|Europas]]. Es ist exakt im [[w:Nenngröße H0|Maßstab 1:87]] und damit niemand drauftritt wird es im Keller des Rathauses sicher aufbewahrt.&lt;br /&gt;
===Bauwerke ===&lt;br /&gt;
====Altstadt====&lt;br /&gt;
Die Bronneimer Altstadt ist der weltweit einzige Nachbau der Bronneimer Altstadt. Sie wurde von [[w:1653|1653]] bis [[w:1674|1674]], weitgehend originalgetreu, erbaut als Ersatz für das [[w:1649|1649]] in Schweden verbliebene Original. Mittelpunkt und dominantes Bauwerk der Altstadt ist die Marie-Arne-Kirche. Die Altstadt ist nahezu vollständig erhalten und steht möglicherweise bald auf der [[w:UNESCO-Welterbe|Weltkulturerbe-Liste]] der [[w:UNESCO|UNESCO]]. Seit einigen Jahren wird sie umfassend saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=====Mönchstor=====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim vor dem Mönchstor.png|thumb|Das Mönchstor in Bronneim, Ansicht aus der Straße Vor dem Mönchstor]] &lt;br /&gt;
Das Mönchstor ist eines der ehemaligen Tore in der Bronneimer Stadtmauer, erbaut Anfang des [[w:15. Jahrhundert|15. Jahrhunderts]] im Zuge einer der vielen Stadterweiterungen. Vor dem Tor führt eine kleine Brücke über den [[w:Stadtgraben|Stadtgraben]], der ebenso wie die Stadtmauer einmal Teil der Wehranlagen war. Das ursprünglich vor der Stadt gelegene [[w:Zisterzienser|Zisterzienser]]-Kloster befand sich nach dieser Erweiterung innerhalb der Stadtmauern, die dazu gehörigen Ländereien sowie der Klostergarten allerdings nach wie vor außerhalb. Viele Mönche passierten täglich das Tor und bald hatte es bei der Bevölkerung den Namen &#039;&#039;Mönchstor&#039;&#039;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Turm wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, vor allem nach dem Wiederaufbau der Altstadt und dem Wegfall der Stadtmauer, an deren Stelle Wohngebäude errichtet wurden. Als man die Fassade des Turms durch eine Nische mit der Figur eines Mönchs ergänzte wurde er auch offiziell als Mönchstor benannt. Nachdem er als [[w:Wehrturm|Wehrturm]] nicht mehr benötigt wurde begann man ihn zivil zu nutzen. Die ehemaligen [[w:Schießscharte|Schießscharten]] wurden zu Fensteröffnungen erweitert und ein Fachwerkgeschoss mit Schieferdach aufgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bahnhof====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof vorplatz 001.jpg|thumb|Bahnhof Bronneim (2007)]]&lt;br /&gt;
Westlich der Altstadt befindet sich in der Schlegenter Straße das [[w:1870|1870]], nach Plänen des königlichen [[w:Hofbaumeister|Hofbaumeisters]] [[w:Georg von Dollmann|Georg von Manndoll]] ([[w:1830|1830]]-[[w:1895|1895]]), fertiggestellte [[w:Bahnhof|Bahnhofsgebäude]]. Er ist, wie auch Mandolls ein Jahr zuvor errichteter und nahezu baugleicher Bahnhof in [[w:Feldafing|Fingfelda]], im zu jener Zeit sehr beliebten südländischen Stil gehalten, mit Flachwalmdach, unverputzter Fassade aus gelbem und grauem Backstein und mit [[w:Klassizismus|klassizistischen]] Details. &lt;br /&gt;
Mandoll hat für beide Bahnhöfe eine für die damalige Zeit revolutionäre [[w:Fertigteilbau|Fertigbauweise]] entwickelt: vorfabrizierte, nummerierte Bauteile wurden in Kartons angeliefert und nach Plan zusammengesetzt.  &lt;br /&gt;
Die stark verfallenen Gebäude wurden [[w:1998|1998]]/[[w:1999|99]] durch die [[w:Deutsche Bahn AG|Deutsche Bahn AG]] saniert und modernisiert, wobei Um- und Anbauten entfernt, bzw. ersetzt wurden. Die Bahnsteige wurden vollständig erneuert und erhielten zur Verbindung eine Unterführung als Ersatz für die vorhandene Überführung, sowie neue Bahnsteigüberdachungen nach Entwürfen des [[w:Gerkan,_Marg_und_Partner|Architekturbüros GMP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
*jährlich im Juni: Restaurationsfest zur Erinnerung an die Wiedererrichtung der Stadt 1653–74 &lt;br /&gt;
*jährlich im Juli: Schürzenfest der Bronneimer Schürzenjäger (BSj e.V.) mit abschließender Ernennung des Schürzenkönigs &lt;br /&gt;
*jährlich Anfang August: Tanz auf dem Markt an der Marie-Arne-Kirche &lt;br /&gt;
*jährlich im Oktober: Septemberfest &lt;br /&gt;
*jährlich in der Adventszeit: Historischer [[w:Weihnachtsmarkt|Weihnachtsmarkt]] rund um die Marie-Arne-Kirche&lt;br /&gt;
===Kulinarische Spezialitäten ===&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Bronneimer Käse-Himbeer-Knacker&#039;&#039;: Wurstspezialität aus Schweinefleisch, 1971 erfunden vom Bronneimer Metzgermeister Walter Droscher &lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Kuhfladen&#039;&#039;: flaches, rundes Schokoladengebäck mit Pistazienstreusel&lt;br /&gt;
*&#039;&#039;Halbes Dutzend&#039;&#039;: 6 Flusskrebse in Kräutersoße mit Pellkartoffeln&lt;br /&gt;
==Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
===Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
In den zurück liegenden Jahrzehnten haben alle Textil-Betriebe ihre Produktion entweder eingestellt oder ins Ausland verlagert. Bis auf BUSF haben auch alle Chemie-Firmen Bronneim den Rücken gekehrt. Heutzutage verfügt Bronneim aber über ein breites Spektrum zum Teil hoch spezialisierter [[w:Mittelstand|mittelständischer Industrie]]. Zu den bekanntesten Unternehmen zählt der Süßwarenhersteller [[Harzer Riegel Bronneim (HARIBRO)]]. Auch der Handel beschert Bronneim neuen Wohlstand, zahlreiche Einkaufszentren und Großmärkte haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Die vor einigen Jahren geplante Ansiedelung eines [[w:IKEA|IKEA]]-Möbelhauses haben die Bronneimer Bürger jedoch durch ein [[w:Bürgerbegehren|Bürgerbegehren]] verhindert. &lt;br /&gt;
===Verkehr ===&lt;br /&gt;
====Eisenbahn ====&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der ersten [[w:Geschichte der Eisenbahn in Deutschland|deutschen Eisenbahnstrecken]] ([[w:Nürnberg|Nürnberg]]–[[w:Fürth|Fürth]], [[w:1835|1835]]; [[w:Leipzig|Leipzig]]–[[w:Dresden|Dresden]], [[w:1837|1837]]) wurde Bronneim bereits mit der 89. Strecke ([[Räuspern/i.W.]]–[[Schlegenter]], so genannte [[Westsüdwestharzbahn]]) [[w:1869|1869]] an das deutsche Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Empfangsgebäude wurde ein Jahr später fertiggestellt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof bahnsteig 013.jpg|thumb|Bronneimer Bahnhof, Ansicht der Bahnsteigseite (2008)]]&lt;br /&gt;
Die industrielle Entwicklung Bronneims zum Ende des [[w:19. Jahrhundert|19.]] und Beginn des [[w:20. Jahrhundert|20. Jahrhunderts]] ließ den [[w:Bahn (Verkehr)|Bahnverkehr]], vor allem im Güterbereich, stetig anwachsen. Mitte der [[w:1930er|dreißiger Jahre]] begann die [[w:Deutsche Reichsbahn|Deutsche Reichsbahn]] mit Planungen für einen Ausbau des Bahnhofs samt einem Ersatz für das nicht mehr den Anforderungen entsprechende Empfangsgebäude. Diese Pläne wurden aber bis zum Ende des [[w:zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] [[w:1945|1945]] nicht mehr verwirklicht.  &lt;br /&gt;
Als Folge der Nachkriegssituation Bronneims und einer generellen Hinwendung zum [[w:Individualverkehr |Individualverkehr]] in dieser Zeit gingen sowohl Personen- als auch [[w:Güterverkehr|Güterverkehr]] auf der Westsüdwestharzbahn stark zurück. Durch die nahe [[w:Innerdeutsche Grenze|Innerdeutsche Grenze]] unterbrochene Anschlussverbindungen verstärkten den Effekt noch. Es fand nur noch eingeschränkter Bahnverkehr statt und die Strecke verfiel weitgehend. Mitte der [[w:1980er|80er-Jahre]] existierten sogar Pläne, sie völlig aufzugeben.  &lt;br /&gt;
Die Wiederaufnahme der unterbrochenen Bahnverbindungen nach der [[w:deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] [[w:1990|1990]], sowie die einsetzende wirtschaftliche Erholung Bronneims führten zu einer erneuten Zunahme der Eisenbahnverkehrs, die Strecke Räuspern/i.W.–Schlegenter wurde daher [[w:1995|1995]]/[[w:1996|96]] vollständig saniert. &lt;br /&gt;
Bronneim ist heute durch Regionalverbindungen über Schlegenter nach [[w:Hannover|Hannover]] und [[w:Göttingen|Göttingen]] an den Schienen-Fernverkehr angeschlossen. Außerdem bestehen S-Bahn-Verbindungen nach [[Räuspern/i.W.]] (S21, S24), [[Papenberg]] und [[Wolters]] (S21) und [[Schlegenter]] (S24).&lt;br /&gt;
====Straße ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bronneim bahnhof schlegenter strasse 003.jpg|thumb|Die Schlegenter Straße in Bronneim (2008)]]&lt;br /&gt;
Schon seit dem Mittelalter ist Bronneim von einer Vielzahl an [[w:Hauptverkehrsstraße|Haupt-]] und Nebenstraßen durchzogen. In neuerer Zeit kam sogar eine [[w:Bundesstraße|Bundesstraße]] hinzu. Sie alle dienen in der einen oder anderen Weise dem Verkehr und sind zumeist auf beiden Seiten von Gebäuden gesäumt, mitunter aber auch von Vegetation. Die Straßen sind überwiegend gerade bis leicht gebogen, nur wenige sind stark gekrümmt aber alle münden mit mindestens einem Ende in eine andere Straße. Jede hat ihren eigenen Namen, das Spektrum reicht von Aargauerstraße bis Zwinger.&lt;br /&gt;
====Schifffahrt ====&lt;br /&gt;
Die Plörre ist ab Papenberg bis zur ihrer Mündung in die [[w:Leine (Aller)|Leine]] schiffbar. Die Leine ist es allerdings nicht, weshalb auch auf der Plörre kein nennenswerter Schiffsverkehr stattfindet.&lt;br /&gt;
===Bildung ===&lt;br /&gt;
In Bronneim befindet sich die einzige [[w:Modellbau|Modell-Bautechnische]] [[w:Fachhochschule|Fachhochschule]] Deutschlands an der auch einige sehr renommierte Modellbauer vorbeigegangen sind. Die Stadt verfügt außerdem über zwei [[w:Gymnasium|Gymnasien]], zwei städtische und eine evangelische [[w:Realschule|Realschule]], eine [[w:Hauptschule|Hauptschule]], vier [[w:Grundschule|Grundschulen]] sowie eine [[w:Volkshochschule|Volkshochschule]]. Außerdem gibt es 7 [[w:Kindergarten|Kindergärten]] und [[w:Kindertagesstätte|Kindertagesstätten]]. An Bildung sollte also eigentlich kein Mangel herrschen.&lt;br /&gt;
==Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
===Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Karl Älter der Bessere&#039;&#039;&#039;, * 1391, † 1452 in Bronneim, Maler, Bildhauer und Schlawiner &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Marie N. Käfer&#039;&#039;&#039;, * 24. September {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -150}}, † 11. April {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -78}} in [[w:Iquitos |Iquitos]], Zoologin und Naturforscherin&lt;br /&gt;
*  &#039;&#039;&#039;Hans A. Plast&#039;&#039;&#039;, * 26. März 1903,  † 15.12.1985 in [[w:Hansaplast|Beiersdorf]], Pflastermaler &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Caro König&#039;&#039;&#039;, * 5. November {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -46}}, Sängerin und Komponistin&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Haarald Lööckler&#039;&#039;&#039;, 3. Juli {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -41}}, Friseurmeister&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Thea Traliscz&#039;&#039;&#039;, * 11. Januar {{#expr: {{CURRENTYEAR}} -36}}, Theater- und Filmschauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben ===&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Groß-Mufti Tomski&#039;&#039;&#039;, * 1765 in [[w:Bielefeld|Bielefeld]], † ca. 1831 in [[w:Konstantinopel|Konstantinopel]], Leih-Gutachter aus dem [[w:osmanisches Reich|osmanischen Reich]] &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Georg Heinrich Carl von Manndoll&#039;&#039;&#039;, * 12. März 1830 in [[Schlegenter]], † 5. Februar 1895 in [[w:Hannover|Hannover]], Hofbaumeister von Georg V. (Hannover), Architekt des Bronneimer Bahnhofs &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Andreas Bauerfeind&#039;&#039;&#039;, * ca. 20. Jahrhundert in einer städtischen Klinik, Gründer der Stadt Bronneim, Autor dieses Artikels und weiterer Internet-Beiträge zum Thema&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges ==&lt;br /&gt;
===Das „Bronneim-Phänomen“===&lt;br /&gt;
Der Begriff &#039;&#039;Bronneim-[[w:Phänomen|Phänomen]]&#039;&#039; bezeichnet die nach wie vor ungeklärte Unauffindbarkeit Bronneims auf Landkarten und in Atlanten. Navigationssysteme verzeichnen die Stadt nicht und sie ist auch auf Satellitenfotos nicht zu sehen. Die Wissenschaft hat dazu unterschiedliche Theorien entwickelt: &lt;br /&gt;
# Einige Experten führen den Effekt auf geophysische und atmosphärische Störungen zurück, die durch die Demontage der Stadt und ihren geografisch versetzten Wiederaufbau verursacht wurden.  &lt;br /&gt;
# Andere sind der Meinung, dass eine Stadt im Maßstab 1:87 einfach zu klein sei um kartografisch erfasst zu werden.  &lt;br /&gt;
# Die vereinzelt vertretene These, dass die Existenz von Bronneim nur vorgetäuscht wird (im Gegensatz zu Bielefeld → [[w:Bielefeldverschwörung|Bielefeldverschwörung]]), ist allerdings völlig haltlos. Davon kann sich jeder überzeugen, der ab Schlegenter oder Papenberg der Ausschilderung nach Bronneim folgt.&lt;br /&gt;
==Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Bauerfeind: Letzten Sommer im Südwestharz. Der Bahnhof Bronneim im Modell. In: [http://www.eisenbahn-kurier.de Eisenbahn Kurier], Nr. 428, 5/2008, EK-Verlag GmbH, Freiburg, ISSN 0170-5288, S. 116–121&lt;br /&gt;
==Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de Offizielle Stadt-Homepage]&lt;br /&gt;
*[https://www.bronneim.de/Bahnhof Der Bahnhof Bronneim im Modell]&lt;br /&gt;
*[http://stummiforum.de/viewtopic.php?f=51&amp;amp;t=15287 Der Bahnhof in Stummis Modellbahnforum]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Andreas</name></author>
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